Auf vielen Objekte
n unserer sichtbaren Welt sind die Werkzeuge der Zeit oft beeindruckende Gestaltbildner. Die stillen Wirkkräfte von Licht, Luft, Wasser und einer Palette von Feinstoffen bringen zusammen mit korrosiven und chemischen Reaktionen einzigartige Strukturen und Farben auf allen Oberflächen und Objekten hervor.
Es sind Materialschichtungen, in denen grenzenlos natürliche Metamorphosen schlummern. Selbst härteste Stoffe unterliegen ihrer allumfassenden Macht, und kein Ort dieser Welt gibt Schutz vor diesen kontinuierlichen Veränderungsprozessen (zum Buch “Layers of Time).
Geleg
entlich hinterlässt der Mensch darauf seine Spuren und dringt unbewusst oder absichtsvoll in diese Materialfelder. Es entstehen Störungen in einem Ordnungsgefüge, das Vermischung, Integration und Zerstörung zulässt und dadurch wieder zu einer neuen Ordnung gedeiht. Wir sehen überlegtes und zufälliges Formenvokabular, nachvollziehbare Arbeitsspuren und fremde Zeichen oder vermeintlich chaotische Flächentransformationen. Je nach Zeitstadium verlieren sie sich früher oder später, bleiben aber dennoch als neue Elemente für eine geraume Zeit in diesem geheimen Prozessverlauf präsent. Ihre Gegenwart und ihr Abbild sind daher nur eine Zeitaufnahme in einem nicht überschaubaren Zeitrahmen. Die bisweilen bizarren, kuriosen und sensiblen Bilder sind eine phantastische Verbindung aus Natur und Artefakt oder beides zusammen mit erstaunlichen ästhetischen Qualitäten für unser Auge.